Websiten unter der ...privat und unabhängig ... 2005 - 2020 J.Kampe Der NVR (Nationaler Verteidigungsrat) der DDR diskutierte und beschloss am 23.10.1969 die Konzeption zur Schaffung eines Fernmeldegrundnetzes des staatlichen Fernmeldewesens von 1971 - 1985. Seine Aufgabe: Fernmeldetechnische Sicherstellung der Führungsorgane der SED und des Staates sowie der Vereinten Streitkräfte. Die Konzeption sah die Bildung von 6 Fernmeldehaupt- trassen in OST-WEST- Richtung und von 3 (später 4)  in Nord-SÜD- Richtung vor. Dazu die Verlegung von 3100 Trassenkilometern. Zu schaffen waren 23 Grundnetzknoten Typ A und 15 Typ B,  81 Netzknoten (so genannte Übertragungsstellen) mit Notvermittlungen , die als Anschaltpunkte für die in dem betreffenden territorialen Bereich untergebrachten Führungsstellen, Objekte und führungswichtigen Räume der politischen, militärischen und staatlichen Organe sowie für die Führungsstellen, Konzentrierungs- und Entfaltungsräume der Streitkräfte. Dafür sind entsprechende Schalt-, Übertragungs- und Vermittlungseinrichtungen einzurichten.  Alle Übertragungsstellen für den Verteidigungszustand sind mit Angehörigen der NVA zu besetzen. Nicht alle Aufgaben dieser Konzeption konnten infolge der wirtschaftlichen Situation erfüllt werden. Die Übertragungsstellen für die Sicherstellung eines Not- und Havarienetzes der NVA jedoch gingen in Betrieb und waren einsatzbereit. Funktion und Zweckbestimmung:  Aufrechtwerhaltung und Gewährleistung flächendeckender Fernsprechverbindungen im hand- vermittelten Verkehr bei Ausfall aller überwiegend automatisch und halbautomatisch betriebenen Fernsprechvermittlungssysteme in den Nachrichtenzentralen. Es integrierte in sich 11 Übertragungsstellen der DP (militärisch geführt) und drei Troposphären- Funkzentralen, hier als Stütznachrichtenzentralen (StNZ), bezeichnet. Sie waren vorbereitet für die Anschaltung mobiler Übertragungseinrichtungen der Streitkräfte und der Deutschen Post. Das Zusammenwirken mit öffenlichen Netzen und dem Nachrichtensystem der Feldführung der Streikräfte war gewährleistet.     Not- und Havariefernsprechnetz der NVA auf der Grundlage des Gesamtstaatlichen Fernmeldenetzes (GSN) der DDR Anschaltmöglichkeiten an den Übertragungs- stellen Fernmeldegrundnetz des staatlichen Fernmeldewesens Not- und Havariefernsprechnetz der NVA Technikeinsatz: Eingesetzt war das Fernsprechvermittlungssystem FVS 4 in Veirdraht- Anschaltung (1 Doppelleitung Senden, 1 Doppelleitung Empfangen). Kompatibel zum System FSV 4, der Handvermittlungsplatz. In den Tropos- phären- Funkstationen befindet er sich im Raum des Diensthabenden Nach- richten (DN). Hier waren die Fernver- bindungen aufgeschaltet und konnten zu allen anderen Vermittlungen vermit- tlet werden. Über die an den Vermit- tlungen angeschalteten mobilen Na.- Mittel war die Herstellung von Verbin- dungen in die Nachrichtennetze der Feldführung gewährleistet Gestellreihen des Vermittlungssys- tems FVS 4, zu besichtigen in der Troposphären- Funkstation Wollen- berg.  Ein im offenem Regime betriebenes Fernsprechsystem. Dieses Fernsprechsystem existierte unabhängig vom Troposphären- Nachrichtensystem. Beide Systeme bedingten sich nicht. Aus schutztechni- schen Gründen wurde die FVS 4 mit den Bedienplätzen in den Bunkern der Troposphären- Funkstationen installiert. Alle anderen Übertragungs- stellen mit ihren technischen Einrichtungen befanden sich in verbunkerten oder Trümmerschutz garantierenden Einrichtungen oder Kellern. Damit wurde eine relativ hohe Standhaftigkeit und Zuverlässigkeit des Systems gewährleistet. Verschlüsselungstechnik wurde nicht eingesetzt.