Websiten unter der ...privat und unabhängig ... 2005 - 2021 J.Kampe RFN der Partei und NVA / RFN - Schmalband-Richtfunknetz Das Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV) der DDR als Sonderobjekt im Netz mehr : - Wikipedia  - Sachdokumentation   - AG Betriebsgeschichte ROBOTRON Radeberg - Kommentar zum RFN  - Der Turm auf dem Großen Inselsberg -             RFN/ Fakten - alles rund um das RFN - Das Ende des RFN - Schlussfolgerungen und              Entwicklung nach dem 17.06.1953   Ca. 55 Sonderobjekte der NVA waren im Richtfunknetz der Partei und NVA mit Endstellen aktiv. Dazu gehörten das MfNV, die Kommandos der Teilstreitkräfte und Militärbezirke, Verbände und Einrichtungen, Wehrbezirkskommandos, die Bezirkseinsatzleitungen und vorbereitete Führungsstellen im Rahmen der Landesvorbereitung auf einen Krieg. Die Wehrkreiskommandos in den Bezirken hatten in der Regel Zugriff auf das Netz über die Kreisleitungen der Partei. Alle in den Netzen gebildete Richtfunkkanäle zu den Objekten blieben auch nach der Über- gabe der Netze in das Gesamtstaatliche Nachrichtenwesen (Deutsche Post) aktiv in Nutzung. Viele der Kanäle waren zwischen den Sonderobjekten geschaltet und lagen in den Nachrichtenzentralen in Bereitschaft zur Nutzung. Im Rahmen von Schaltübungen, Stufen der Gefechtsbereitschaft oder bei Bereitschaftsstufen Nachrichten/ Flugsicherung wurden die Kanäle mit technischen Verschlüsselungsgeräten beschaltet und Verbindungsüberprüfungen durchgeführt. Entsprechend der Gebührenordnung der Deutschen Post wurden jährlich rd. 10.500 TMark für die Anmietung bezahlt. Mit Beginn der Außer- betriebnahme von BzRFuZ Anfang 1990 erfolgte zwangsläufig eine Reduzierung der Anzahl von Sonderobjekten. Per 31.08.1990 wurden sei- tens der NVA alle Richtfunkkanäle gekündigt, damit hörten alle Sonderobjekte auf zu existieren. Die Endstelle des MfNV als Sonderobjekt war in der Nachrichtenzentrale (NZ) des MfNV installiert, wurde jedoch nicht vom Betriebsperso- nal der Zentrale bedient. Die NZ stellte lediglich die Betriebsräume zur Verfügung. Der Betrieb erfolgte unbemannt, die Wartung der Technik durch technisches Personal der Bezirksleitung Frankfurt (O) der Partei. Betrieben wurden zwei Richtungen: 1. Zur Hauptrichtfunkzentrale der NVA Stülpe (04A3) über die Bezirksrichtfunkzentrale Frankturt/ Oder (05A1) in den Rauener Bergen bei Fürstenwalde, 2. Zur Bezirksrichtfunkzentrale Potsdam (04A1) in Phöben über eine unbemannte Relaisstelle auf dem Fernmeldeturm Birkholzaue (05B4) der Deutschen Post (DP) bei Bernau. Die Beistellung von Richtfunktechnik der NVA auf dem Turm der DP stellte eine Beson- derheit dar, wie auch auf dem Fernsehturm Berlin. Als Sonderobjekt war der Endstelle die Kennung 05S3 zugeordnet. Aus vorgefundenen Messprotokollen im Betriebsraum der Endstelle ist zu schlussfolgern, dass in der Nordrichtung um Berlin experimentiert wurde. So liegen auch Messprotokolle zu Streckenmessungen zwischen Strausberg und der Relaisstelle 04A2 vor. Dargestelltes Richtfunkrufschema mit den unten stehenden Nutzungshinweisen (Auszug 2. Hälfte 1980er) wurde allen Richt- funkberechtigten Fernsprechteinehmern im MfNV als Anlage zum allgemeinen Fernsprechverzeichnis ubergeben. Über die im Schema dargestellten Ausscheidungskennzahlen stellten sich die Fernsprechteilnehmer ihre Verbindungen selbst her.